

Allgemeines zum Handbike.
Was ist ein Handbike?
Handbikes lassen sich in verschiedene Kategorien unterteilen - genauso wie Fußgänger normale Fahrräder, Rennräder oder auch Tourenräder unterscheiden.
Für den allgemeinen Gebrauch - etwa für Radtouren mit Gleichgesinnten oder zum Einkaufen - bieten viele Hersteller Allroundbikes an. Sie lassen sich über verschiedene Systeme an den eigenen Rollstuhl ankuppeln.
Wer seinen eigenen Rollstuhl fürs Handbiken nicht verlassen will und trotzdem schnell unterwegs sein möchte, kann ein Sportbike benutzen. Das Sportbike wird wie ein Allroundbike an den Rollstuhl gekuppelt, ist durch Geometrie, Komponenten und die Auswahl der verarbeiteten Materialien aber ganz auf ein zügiges Fahren ausgerichtet.
Ausschließlich für den Sportbereich sind die Rennbikes bestimmt. Die Rennbikes sind Einteiler, der Athlet muss also in das Rennbike umsteigen. Für Rennbikes gibt es eigene Wettkämpfe.
Was bringt mir das Handbiken?
Neben den positiven medizinischen Aspekten führt die Benutzung eines Handbikes auch zu einer verbesserten sozialen Integration, da Gruppen von Radfahrern und Benutzern von Handbikes gemeinsame Ausflüge durchführen können. Auch können Handbiker mit Nichtbehinderten trainieren. Starke Handbiker etwa mit Radfahrern und Skatern oder nicht ganz so starke Handbiker mit Läufern. Und ähnlich wie beim Radfahren können Behinderte fast jeden Alters handbiken. Da das Handbike im Gegensatz zu stationären Übungsgeräten besser angenommen und ausgenutzt wird, führt das Handbike auch zu vermehrter körperlicher Betätigung, die sonst nicht erreicht werden könnte.
Ist Ihr Rollstuhl für ein Handbike geeignet?
Alle Rollstühle mit CE-Zeichen können auch für das Handbiken benutzt werden. Meist muss nur einmalig eine Kupplung an den Rollstuhl montiert werden, danach kann das Bike an den Rollstuhl an- und abgekuppelt werden.
Auszüge aus einer ärztlichen Stellungnahme zum Nutzen von Rollstuhl-Bikes der Berufsgenossenschaftlichen Kliniken Bergmannsheil, Universitätsklinik Bochum:
Der Antrieb von Rollstühlen mit den üblichen Greifreifen ist zwar seit Jahren üblich, hat sich dem Grunde nach auch bewährt, führt jedoch bei Benutzung über längere Wegstrecken zu erheblichem Kraftverfall und letztlich unphysiologischen Bewegungen mit daraus möglichen Überlastungsschäden der Schultergelenke, über die viele Rollstuhlfahrer klagen.
Der Antrieb über Handkurbeln ist erheblich weniger schulterbelastend, da die Schulterbewegung nicht über eine Abduktion in den Schultergelenken erfolgen muss.
Bei Benutzung eines Rollstuhl-Bikes ist die Sitzhaltung wesentlich aufrechter, da der Antrieb näher zum Brustkorb liegt und sowohl die hintere stabilisierende Rückenmuskulatur, insbesondere der Latissimus dorsi, jedoch auch Teile der Brustmuskulatur besser aktiviert werden. Entlastungen treten sowohl für die Wirbelsäule ein als auch für die Gesäßregion und dem Schultergürtel.
Also dann: let's have fun beim Handbiken im Hotel Weisseespitze im Kaunertal in Tirol!



